| 1913 |
In diesem Jahr soll es dem Ingenieur Dykowsky
gelungen sein, die Fellfarbe der südamerikanischen Wollmaus,
dem Chinchilla, beim Kaninchen zu imitieren. Es lässt sich
heute nicht mehr mit Sicherheit feststellen, aus welchen Rassen dieses
Kaninchen entstanden ist. Aus Tschans "Kaninchenzucht in der Schweiz"
ist jedoch zu entnehmen, dass das Wildkaninchen, Champ.Silber und
wahrscheinlich auch Loh, Blau oder Weisswiener mitgewirkt haben. |
| 1920 |
In die Schweiz kam das Chinchilla-Kaninchen ca.
1920. Die ersten Importeure sollen Richard Bonner Bern und
Bürgin Basel getätigt haben. Bald fand diese Rasse
viele Liebhaber, die sich auch mit der Weiterzucht befassten.
Um abzuklären ob ein Bedürfnis
zur Gründung eines Klubs vorhanden ist, versandte Fritz
Müller-Hähni aus Arbon einen Brief an interessierte
Züchter. Bald fanden sich einige Züchter zusammen um
eine "Vereinigung der Schweizerischen Chinchilla-Züchter" zu
gründen. Im ersten Dokument ist folgendes zu entnehmen:
Samstag, 21. Januar 1920 um 10.00 Uhr im Restaurant Du Nord in
Zürich. Die Vorarbeiten von Fritz Müller werden
gutgeheissen und bestens verdankt. Die Gründungsversammlung
fand am Nachmittag des 21. Januar 1920 statt. Kollege Müller
eröffnet Punkt 14.00 Uhr die Versammlung und gibt den
Anwesenden 5 Mann Auskunft über die gemachten Vorarbeiten und
gibt die bereits angemeldeten 19 Mitglieder bekannt. Alle nicht
anwesenden Mitglieder haben sich schriftlich entschuldigt. 1. Als
Tagespräsident wurde einstimmig Müller Fritz Arbon,
und zum Tagesaktuar Hutzli A. Seuzach gewählt. 2. Kollege
Bonner Bern, der sich bereis einen Namen mit der Chinchillazucht
gemacht hat, erfreute uns mit einem ausführlichen Vortrag
über die Entstehung, Name, Zuchtrichtung und Fellwert des
Chinchillakaninchens. 3. Nach Anhörung des lehrreichen
Vortrages wurde einstimmig beschlossen, zur Gründung des Klubs
zu schreiten. Der Vorstand wurde einstimmig gewählt.
Präsident wurde R. Bonner Bern. Es wurde einstimmig
beschlossen in die SOG einzutreten und die Tierwelt für
Aktivmitglieder als obligatorisches Vereinsorgan zu erklären.
Mitgliederbeitrag Fr. 5.-- Die Preisrichtervereinigung musste sich nun
mit dieser Rasse befassen. |
| 1922 |
Ein Chinchilla-Rammler soll damals in Offenburg
für 10'000 Mark gekauft worden sein, an der Rammlerschau 1922
in Zürich ausgestellt und dort gestohlen worden sein. Im
gleichen Jahr sollen aber noch weitere Importe getätigt worden
sein, so dass sich die neue Rasse recht schnell verbreitete. |
| 1923 |
In der Tierwelt von 1923 ist über die
Rammlerschau im Februar in Lichtensteig zu lesen: "Diese
Neuzüchtung erfreut sich stets wachsender Nachfrage. Wer
sollte aber auch nicht Freude daran haben, besonders da ja jetzt ein
Klub gegründet ist, um derRasse die nötige
Verbreitung zu sichern". Die ausgestellten Rammler hatten bis auf ein
Tier zu grosse Ohren. Auch die Körperform, besonders im
hinteren Teil, musste noch verbessert werden, dies alles im Verein mit
einem prickelnden Fell. |
| 1924 |
Mitgliederbestand 31 Züchter Uneinigkeit
herrscht nach wie vor, welche Zuchtrichtung eingeschalgen werden soll.
Wollte man einen Gross- oder Kleinchinchilla? Einig wurde man sich
über die Preise von Tieren und Fellen. Rohfell Fr. 4.-- bis
6.-- Jungtiere 10 - 12 Wochen alt Fr. 10.-- bis 12.--
Zuchtfähige Tiere Fr. 20.-- bis 30.-- Rammler wurden durch den
Klub subventioniert. Insgesamt erhielten 7 Züchter je Fr.
10.-- für ihre Rammler, die aber zum decken zur
Verfügung stehen mussten. |
| 1926 |
R. Bonner und F. Müller wechselten ihre
Vorstandsämter. Neuer Präsident also Fritz
Müller-Hähni Arbon. |
| 1927 |
Schon bald nach dem Chinchilla-Rummel brach in
ganz Europa der noch viel grössere Rex-Rummel aus. Die
gleichen Leute bemühten sich jetzt auch um den Castor-Rex. In
der GV 1927 wurde beantragt, der Name des Schweiz.
Chinchilla-Kaninchen-Züchterklub sei in "Schweiz. Chinchilla-
und Castorrexklub" abzuändern. Import eines Zuchtpaares Fr.
300.-- R. Bonner erstand sich einen zuchtfähigen Rammler
für Fr. 380.-- Preise für Tierkauf: Jungtiere 2,5
Monate alt Fr. 25.-- bis 30.-- Jungtiere 5 Monate alt Fr..50.-- bis
70.-- Prämierfähige Tiere Fr. 100.-- |
| 1928 |
Die Mitgliederzahl steigt auf 189. Die Gruppen
Basel und Ostschweiz wurden gegründet. |
| 1929 |
Am 13. Januar fand die erste Klubschau in Biel
statt. Nicht ganz 500 Tiere wurden ausgestellt. Vermutlich war das zu
hohe Standgeld von Fr. 2.-- pro Tier schuld. 13 Züchter
erhielten einen Becher als Ehrenpreis und der Züchter mit dem
besten Tier eine goldene Damenarmbanduhr. Der Vorstand erhält
eine Entschädigung von fr. 100.-- Deckpreise für
Klubmitglieder: Chinchilla Fr. 1.-- Castorrex Fr. 2.50 R. Bonner und A.
Hutzli werden zu Ehrenmitgliedern ernannt. R. Bonner zum
Ehrenpräsidenten. |
| 1930 |
Eine Tiervermittlung wird eingerichtet, die sich
auch mit dem Export befasst. Der Handel mit dem Ausland florierte. z.B.
wurden 1.1 Weiss-Rex für Fr. 580.-- und 1.1 Chin-Rex
für Fr. 580.-- nach Holland verkauft. Die Gruppen
Zürich und Umgebung, Berner Oberland und Biel wurden
gegründet. |
| 1931 |
Differenzen im Klub - Kantönligeist !!!
In der Leitung des Klubs hat ein Wechsel stattgefunden. Es gibt
verschiedentlich Differenzen unter den Mitgliedern, vor allem mit den
Berner Kollegen. Die Gruppe Berner Oberland und Biel-Seeland verlangen
eine ausserordentliche Generalversammlung um Klarheit zu schaffen. Die
erforderliche Zweidrittels-Mehrheit konnte nicht aufgebracht werden.
Der Gruppe Biel-Seeland werden die Subventionen vorenthalten, was zu
ersten Streitigkeiten führt. |
| 1932 |
In diesem Jahr erreichten die internen
Streitigkeiten, vor allem zwischen Bernern und Zürchern, ihren
vorläufigen Höhepunkt. Die GV beschliesst, den
Vorstand inskünftig zentral zu verlegen. Das heisst, dass alle
Vorstandsmitglieder der gleichen Gruppe angehören sollten. Der
Antrag stammt von der Gruppe Zürich, mit der fadenscheinigen
Begründung, es könnten so Reisespesen gespart werden.
In Tat und Wahrheit ging es aber darum, die Berner aus dem Vorstand zu
bringen. Der Vorstand der Gruppe Zürich hatte nämlich
alle seine Mitglieder aufgeboten an der GV zu erscheinen, um ein
überwältigendes Stimmenmehr aufzubringen. Die Taktik
dabei war dass, wenn sowohl der Präsident als auch der Aktuar
den Rücktritt erklären würden, auch die
Berner ihren Rücktritt anbieten müssten. Die Berner
quittierten diesen Rauswurf mit dem Austritt aus dem Klub und
gründeten einen Kantonalen Bernischen Chin- und Rexklub,
gebildet aus den Gruppen Berner Oberland und Biel-Seeland, sowie den
Einzelmitgliedern. Dafür erhielt der Klub Zuwachs durch die
neu gegründeten Gruppen Luzern, Schaffhausen, Aargau und
Oberaargau. Der Vorstand wurde nach der Genehmigung des
Zürcher-Antrages von der Gruppe Basel gestellt. |
| 1934 |
Da der Präsident anderweitig sehr stark
beschäftigt ist, kann er sein Amt nicht mehr länger
innehaben. Neuwahlen werden nötig. Die Zentralisierung des
Vorstandes wurde wieder aufgehoben. |
| 1935 |
Offenbar hält der Vorstand nicht, was er
versprochen hat. So konnten die verschiedenen Reglemente und Statuten
nicht besprochen werden, weil der Aktuar verspätet zur
Versammlung stiess. Auch wurde die flaue Klubtätigkeit
gerügt. Man will etwas unternehmen um den langsamen, sicheren
Zerfall des Klubs aufzuhalten. |
| 1936 |
Neuer Präsident E. Trüeb, dem
auch gleich die Aufgabe übertragen wurde, den Kantonal
Bernischen Chin- und Rexklub wieder dem Hauptklub anzugliedern. Dies
war ein unglücklicher Auftrag, war doch Trüeb der
Hauptgrund, dass sich die Berner seinerzeit vom Klub getrennt hatten. |
| 1937 |
Dies ist eines der unrühmlichsten Jahre
in der Geschichte unseres Klubs. Passivität des Vorstandes
wird gerügt. Der frühere Präsident
Diggelmann wird aus dem Klub ausgeschlossen, weil er verschiedene
Prämien zurückbehalten und nicht ausbezahlt hat. Der
Kassier fehlt an fast sämtlichen Vorstandssitzungen
unentschuldigt und es wird festgestellt, dass er Geld unterschlagen
hat. Aus dem Klub und der Gruppe wird Hans Metzger, der
spätere Präsident des Klubs, ausgeschlossen, weil er
sich den Vorstandsbeschlüssen nicht unterordnen wollte. |
| 1938 |
Der ausgeschlossene Hans Metzger hat in
Zürich eine neue Gruppe gegründet, so dass allein 14
Mitglieder aus der Gruppe Zürich und Umgebung aus dem
Hauptklub ausgetreten sind. Die innere Zerrissenheit der Gruppe
Zürich und Umgebung scheint auf den Hauptklub
überzugreifen. Deshalb wird der Antrag gestellt, dass ein
Gruppenobmann nicht gleichzeitig Präsident des Hauptklubs sein
dürfe. |
| 1940 |
Die Kriegs- und Krisenjahre machen sich bemerkbar.
Mitgliederschwund, keine grossen Leistungen des Vorstands. Dem
Präsidenten wird vorgeworfen, anlässlich der
Klubschau einen Preisrichter bestochen zu haben und es wird der Sache
nachgegangen. Es war allerhöchste Zeit, dass es einen
Vorstandswechsel gab. |
| 1941 |
Längst fälliger
Vorstandswechsel. An der Spitze des Klubs der Basler Gustav
Müller. Der Mitgliederbestand ist auf 107 gefallen.
DerVorstand ist fest entschlossen, den Klub in eine andere, bessere
Richtung zu lenken. Der Vorstand legt dem ehemaligen
Präsidenten Trüeb nahe, freiwillig aus dem Klub
auszutreten, da er sonst ausgeschlosssen werden müsse. Bei
Trüebs Austritt würden ca. 60 ehemalige Mitglieder
wieder in den Klub eintreten. |
| 1942 - 1947 |
Der Klub scheint sich zu erholen. Der
Mitgliederschwund kann aufgehalten werden. Allein dass es gelungen ist,
den abtrünnigen Zürcher Rex-Züchterverein in
den Klub zu integrieren, ergab 43 neue Mitglieder. Mitgliederzahl 1944
= 352 Mitglieder 1946 = 419 Mitglieder. |
| 1948 |
Der Antrag, die Klubschau nur noch alle zwei Jahre
durchzuführen, findet kein Gehör. (Gottlob!) |
| 1953 |
Standardgespräche und Streitigkeiten
scheinen festen Bestandteil jeder Sitzung zu werden. Der Weissrex mit
braunen Augen findet keine Aufnahme im Standard. Der ganze
Zentralvorstand gibt bekannt, dass er 1954 ersetzt werden
möchte. Wegen Myxomatose kann die Klubschau nicht stattfinden. |
| 1961 |
Der Vorschlag, bei der nächsten
Standardrevision habe die Ohrenlänge beim Rex 12 - 13,5 cm als
ideal zu gelten, wird mit Kopfschütteln aufgenommen - von
einem Extrem ins andere. Auch in Bern tut sich etwas. Einige
Züchter haben sich vom Berner Klub losgesagt und wollen eine
Gruppe Bern gründen, welche dann ebenfalls dem Klub beitreten
möchte. |
| 1964 |
Der Klub hat 530 Mitglieder. |
| 1965 |
Preisrichterpräsident Walter
Schärer empfiehlt den Mauve-Rex aus dem Standard zu streichen.
Glücklicherweise wehrte man sich dagegen. Einige Mitglieder
möchten eher den Japanrex streichen. Auch dies ist, wie wir
wissen, gottlob nicht geschehen. |
| 1966 |
Die Klubschau Wyler bei Utzenstorf musste wegen
der Maul- und Klauenseuche ausfallen. |
| 1968 |
Der Vorstand besucht mit einigen Züchtern
eine grosse Rexschau in Hannover. Es seien viele Farbenschläge
ausgestellt gewesen, doch seien diese qualitativ noch weit von unseren
Tieren entfernt. |
| 1969 |
Der Präsident der Gruppe Winterthur soll
sich gegen die Kaninchenzucht vergangen haben, indem er die Tiere
tagelang nicht gefüttert und die verendeten Tiere einfach auf
die Wiese geworfen habe mit dem Ausspruch: Katzen sollen sie fressen.
Der fehlbare Präsident der Gruppe Winterthur wird aus dem Klub
ausgeschlossen. |
| 1970 |
Die Fusion zwischen dem Kantonal Bernischen Chin-
und Rexklub wird aktuell. Die Gruppen Emmental, Bern und Oberland
treten dem Schweiz. Chin- und Rexklub bei. |
| 1973 |
Theo Wittwer wird zum neuen
Zentralpräsidenten gewählt. |
| 1976 |
Mitgliederbestand 756. Mit Ursula Betschart ist
erstmals eine Gruppenobfrau gewählt worden. (Gruppe
Winterthur) An der Klubschau werden für die ersten
Ränge Zinnbecher abgegeben (Antrag des Zentralvorstandes). |
| 1979 |
Die 20. Gruppe unter dem Namen
St.Galler-Oberland-Graubünden ist gegründet worden. |
| 1982 |
Mitgliederbestand 856. |
| 1984 |
Antrag an Fachtechnische Kommission: Neuanpassung
Ohrenlänge beim Rex als ideal etwa 13,5 cm. Tiere bis und mit
13,7 cm werden als vorzüglich taxiert. Diese Instruktionen
gehen an alle Preisrichter und gelten ab kommender Ausstellungs-Saison
1984/1985. Antrag 3: Mauve-Rex in Bezug auf Neuumschreibung der
Unterfarbe wird zugestimmt. Antrag 4: Der Neuaufnahme des Goldrex wird
zugestimmt, gemäss den Bestimmungen für neue Rassen
und Farbenschläge des SKV-Reglementes. Dabei ist die
vorgeschriebene 5-jährige Versuchszeit einzuhalten. Der
Goldrex erstmals an Repetitionskursen der Preisrichter in
Dürrenroth, 22. September 1984. Präsident Wittwer
Theo, Vice Reich Max, Kassier Loosli Walter haben den
Rücktritt auf die DV eingereicht. Im Jahresbericht umschreibt
Theo seine Präsidialzeit und Aktivitäten der letzten
Jahre: 1. Spezialzüchterklub mit über 800
Mitgliedern. 2. Klubschau mit über 1300 Tieren, 1973 = 960
Tiere. 3. Hebung der Züchtertagung an der Klubschau mit
Rassenbesprechung. Teilnehmer = über 200. 4.
Förderung der einzelnen Farbenschläge durch gezielte
Massnahmen. Jeder Farbenschlag konkurriert für sich. 5.
Auszeichnung der Farbenschlagsieger. 6. Abgabe von ca. 60 Becher an die
ersten Ränge in allen Farbenschlägen. 7.
Gründung der 20. Gruppe im Gebiet
St.Galler-Oberland-Graubünden. 8. Jährliche
Obmännerkonferenz im Februar. |
| 1985 |
Neuer Präsident Gion-Pitschen Gross, DV
in Stansstad. H. Fröhlich wird in den ZV gewählt.
Theo Wittwer wird für seine 10-Jährige Amtszeit zum
Ehrenpräsidenten gewählt. |
| 1987 |
Antrag Chinchilla bezüglich Typ und
Zuchtziel: Typ einer kleinen Mittelrasse mit guter Haltung, elegant,
kräftig, mit gedrungenem Körperbau.
Züchtertagung 2-tägig am 12./13. September 1987 ins
Wallis nach Saas Allmagell. Für uns alle unvergesslich.
Höhepunkt am Samstag Abend das Fondue mit 180 Personen. Die
Geselligkeit pflegten wir bis dem Wirt der Weisswein ausging, so
mussten wir wohl oder übel auf Bier umstellen. |
| 1988 |
Die X-Krankheit bricht aus. Grosse Verunsicherung
der Züchter, da das Eidg. Amt für
Veterinärwesen mitten in der Ausstellungs-Saison nicht oder
nur vage informiert. Grosse Angst und Unsicherheit, die die
Kaninchenzüchter fast in zwei Lager spaltete. Ausstellen ja
oder nein? Neue Statuten und Ausstellungsreglemente wurden gedruckt.
Antrag auf vollständige farbige Bebilderung des Standard 90.
SKV-Vorstand will lediglich eine Farbtafel. Eine volle Bebilderung
würde im Standard 6 1/3 Seiten mehr fordern. |
| 1989 |
Richtlinien zur Ernennung von Ehrenmitgliedern.
Der Antrag auf farbige Bebilderung des Standard 90 wurde an der SKV DV
in Solothurn angenommen. Alle Farbenschläge bebildert.
Anträge Ohrenlänge, Umschreibung Mauve Farbe,
Chinchilla Typ, wurden voll und ganz berücksichtigt
für den Standard 90. An der Obmännerkonferenz in
Aarau am 4. Februar 1989 spricht Gion Gross die grosse Verunsicherung
in Züchterkreisen wegen der X-Krankheit an. Die Medien
sprachen von einer Seuche, die in der Schweiz bislang in keiner Art
aufgetreten ist. Das Eidg. Veterinäramt Bern ist bis anhin
nicht in der Lage, die Krankheitserscheinungen, die in einzelnen
Fällen aufgetreten sind, zu analysieren, d.h. Aufschluss zu
geben. Der Mut für das Risiko hat den einzelnen Veranstaltern
Rechnung getragen. Der Zentralvorstand empfiehlt den Züchtern,
dass sie weiterhin die Ausstellungen mit ihren Tieren beschicken
sollen. Gion Gross schreibt dem Schweizer Fernsehen, wurde doch am
8.2.89 in der Sendung "Menschen, Technik, Wissenschaft" über
die X-Krankheit informiert. "Mit grossem Interesse habe ich, wie sicher
einige tausend Kaninchenzüchter, ihre Sendung gesehen. Mit
noch grösserem Erstaunen und Enttäuschung musste ich
auch feststellen, dass es gelungen ist, die Kaninchenzüchter
zu erniedrigen und ihnen den Schwarzen Peter unterzuschieben. Derart
tendenziöse und nur mangel-und lückenhaft
recherchierte Sendungen dürften überhaupt nicht
ausgestrahlt werden". |
| 1990 |
Erfolg: Goldrex wurde in den Standard aufgenommen
als zwölfter Farbenschlag. Ursula Betschart hat sich
während nicht weniger als 14 Jahren um diesen Farbenschlag
gekümmert und in Olten den verdienten Lohn erhalten. Mitte Mai
Standard gedruckt. Die grosse Anerkennung, die dieses Werk im In- und
Ausland erhielt, bestätigte den Antrag des Chin- und Rexklub,
alle Farbenschläge abzubilden. Unser Klub darf für
sich in Anspruch nehmen, die treibende Kraft hiefür gewesen zu
sein. |
| 1991 |
G. Gross spricht im Jahresrückblick von
Imageproblemen und Akzeptanz der Kleintierzüchter bei der
Bevölkerung und Behörde. Mit kleinkarriertem
Auftreten können wir diesen Kampf höchstens
bestätigen. Neue Ehrenmitglieder: Franz Willi und Kohlbacher
Willi so wie Paul Beutler. In den ZV werden gewählt: Georg
Pletscher und David Duvoisin als Kassier. Für
Klubausstellungen neues Computerprogramm, das seinesgleichen sucht.
Liefert praktisch fehlerlos und in kürzester Zeit eine
Rangliste. Hans Wiederkehr ist unser Fachmann. |
| 1992 |
Kleinplakat (A3) mit Informationen über
Chinchilla und Rexkaninchen, worauf alle Rassen- und
Farbenschläge farbig abgebildet sind, als
Werbeträger. Bitte an den SRKV um die Standardlithos um Kosten
zu sparen. Jede Gruppe zahlt Fr. 150.-- als einmaligen Werbebeitrag. |
| 1993 |
An der DV Meilen wurde M. Fankhauser in den ZV
gewählt anstelle von Heinz Hofstetter. Heinz Hofstetter wurde
zum Ehrenmitglied ernannt. Höhepunkt: die zweitägige
Züchtertagung ins Tessin. Unvergesslich das Risottoessen und
die Tessinermusik. Ein Mann der Musik kam direkt aus dem Spital zum
Spielen her und musste am späteren Abend wieder dorthin
einrücken. Der Merlot war ausgezeichnet und es gab einige
Brummschädel am Sonntagmorgen auf dem Schiff zu den
Brissagoinseln. |
| 1994 |
Die Klubschau in Zofingen wurde wegen der RHD
(VHK) abgesagt. Die Krankheit wütet in verschiedenen
Landesteilen. Es werden im Kanton Bern und Freiburg Sperrgebiete
errichtet. Der Kanton Bern weist Sperrgebiete zurück.
Impfempfehlungen werden ins Auge gefasst. Im Raume Zofingen sind auch
RHD-Fälle bekannt geworden. Zum Impfen wäre die Zeit
zu kurz gewesen, darum musste die Klubschau schweren Herzens abgesagt
werden. Gegen das Impfen ist eine grosse Opposition, doch werden wir
kaum um das Obligatorium herumkommen. Letztmals musste 1965 auf die
Klubschau verzichtet werden. Es wütete die Maul- und
Klauenseuche. Wegen Myxomatose musste übrigens 1953 ebenfalls
eine Klubschau abgesagt werden. Die Gruppe Froburg hatte alles tip top
vorbereitet und musste nun auf den Lohn der Arbeit verzichten. Letzter
Jahresbericht von Gion Gross. In seiner Zeit wurde der
Geschäftsbericht für die DV kreiert und von Werner
Iseli gratis gedruckt. Herausgabe des Chin- und Rexzüchters,
das Farbenposter mit allen Farbenschlägen, Goldrex in den
Standard aufgenommen. Auf Antrag des Chin- und Rexklubs wurde der
Standard 90 mit allen Farbenschlägen herausgegeben. Heinz
Fröhlich wird Präsident. |
| 1995 |
Das Impfen wird obligatorisch. Mit der Anmeldung
der Kaninchen verpflichtet sich jeder Züchter, dass er seine
Tiere geimpft hat. Im Jahr 1994 sind ca. 75 Fälle mit 1500
Tieren bekannt geworden. Eine grosse Dunkelziffer, namentlich bei den
Kaninchenmästern, wird vermutet. Gion Gross wird in den
SOG-Vorstand gewählt. Pflichtenheft des Chin- und
Rexklubvorstandes wird erstellt. Vertrag und Pflichtenheft mit dem
Computerfachmann Hans Wiederkehr wird gemacht. Er ist auch
verantwortlich für Ersatz falls es ihm einmal nicht
möglich ist, an der Ausstellung mitzuarbeiten. |
| 1996 |
Unter Präsident Michael Fankhauser
führt die Gruppe Emmental erstmals eine Schweiz. Chin- und
Rexklubschau in Worb durch, am 28. - 30. 12.96. zusammen mit dem OV
Worb. Gion Gross wird SGK-Präsident. Unser Auftrag betreffend
gemischte Kollektionen hat unverständlicherweise durch ein
Votum von Hans Lienemann keinen Erfolg bei der SRKV-DV in Willisau.
Aber die Bestimmung, nur 4 Tiere vom gleichen Farbenschlag in
gemischten Kollektionen ist für unseren Klub gültig.
(Klubschau) Auch unsere Initiative betreffend der finanziellen
Unterstützung der Klubs findet Gehör. Wir werden an
den SRKV verwiesen. Die Statuten werden neu revidiert. |
| 1997 |
Unter Präsident Klaus Hinni
führt auch die Gruppe Bern erstmals eine Klubschau durch auf
der Rütti in Zollikofen. 1998 Da unser Sekretär Kurt
Aeschbach die Richtertätigkeit vorzieht und an unseren
Sitzungen, die ja über ein halbes Jahr zum voraus bekannt
sind, meistens abwesend ist, verlangen wir eine Entscheidung, Klub oder
Richten. So wird an der DV Walter Küng aus der Gruppe Bern
gewählt. Michael Fankhauser hat sich für ihn stark
gemacht. Zwei Berner im Klubvorstand und kein Zürcher - kann
das verkraftet werden? Klubschau in Sargans, zugleich 75 Jahre Schweiz.
Chin- und Rexklub. Es gibt einen Jubiläumspreis, ein
Käsemesser. Wir benötigen ca. 300 Stück zu
Fr. 33.--. Die Finanzierung bereitet einiges Kopfzerbrechen.
Für die 60 Becher und die Käsemesser ist eine Summe
von Fr. 11'800.-- gesprochen. 75 Jahre Chin- und Rexklub
Jubiläumsschau in Sargans. Die Jubiläumspreise
können wir finanzieren vom Förderfonds, den die Klubs
nun erhalten. H. Fröhlich hat sich stark gemacht, dass auch
Klubs finanziell unterstützt werden. |
| 1998 |
75-jähriges
Jubiläum, die Klubschau wird erstmals von der
jüngsten Gruppe SG-Oberland/Graubünden
in Sargans durchgeführt. |
| 1999 |
Um sich dem Europa-Standard anzunähern,
stellt Gion P. Gross den Antrag, bei der nächsten
Standard-Revision beim Dalmatinerrex den Zusatz 'aufgelöste
Ohrenzeichnung ist erwünscht' anzufügen. Dieser
Antrag findet bei unseren Züchtern keinen Anklang.
Neu wird jährlich ein Jung- und Neuzüchtertreff mit
rassenbezogenen Vorträgen durchgeführt. Der erste
Treff organisiert die Gruppe Thurgau .
Da an der Klubschau schon in den Jahren 1993, 1995 und 1998 gemischte
Stämme ausgestellt wurden, und bei uns im Klub gemischte
Kollektionen zugelassen sind, wird beschlossen dass auch gemischte
Stämme ausgestellt werden können.
Der Mitgliederbestand per Ende 1999 beträgt 756 Mitglieder
inkl. 33 Jungzüchter. |
| 2000 |
Der Antrag vom ZV, an die CH-Klubschau eine
Tierbörse anzuschliessen mit dem Ziel, interessierten
Käufern gute, bewertete Tiere abgeben zu können,
wurde mit 32 Ja, 33 Nein und 17 Enthaltungen knapp verworfen.
Gion P. Gross wird neu Generalsekretär im Europaverband.
Heinz Fröhlich tritt die Nachfolge von H. Niederer in der
Rekurskommission an.
Der Versuch mit den Kunststoff-Ohrmarken ist fehlgeschlagen, da ausser
der guten Lesbarkeit keine Vorteile festgestellt werden konnten. |
| 2001 |
Von der Gruppe Thurgau wird der Antrag gestellt,
dass an der Klubschau die Gruppenkonkurrenz neu nach Richtpunktwerten
entschieden wird. Begründung: Schwer zu züchtende
Farbenschläge könnten besser berücksichtigt
werden. Damit wäre an CH-Klubschauen die Chancengleichheit
gewährleistet. Der ZV empfiehlt die Ablehnung dieses Antrages
mit der Begründung, dass ein paar wenige Gruppen mit schwer zu
züchtenden Farbenschlägen im Vorteil wären.
Der grössere Teil mit vorwiegend Tieren von höheren
Richtpunktwerten wären dagegen im Nachteil. Der Antrag wird
mit 39 Ja, 18 Nein und 25 Enthaltungen angenommen.
Nach 10-Jähriger Vorstandstätigkeit treten Georg
Pletscher, Sekretär und David Duvoisin, Kassier in den
wohlverdienten Ruhestand. Als Dank für ihre für den
Klub geleistete Arbeit werden die beiden zu Ehrenmitgliedern ernannt.
Neu werden Esther Erne, Gruppenobfrau der Gruppe Schaffhausen als
Sekretär und Klaus Blättler, Gruppenobmann der Gruppe
Thurgau als Kassier in den ZV gewählt. Somit ist zum ersten
Mal eine Frau im ZV tätig. Michael Fankhauser
übernimmt das Amt des Vizepräsidenten, das G.
Pletscher vorher ausgeübt hatte.
Die Mitgliederzahl stagniert bei 741 Mitgliedern. |
| 2002 |
Die Standard-Revision sorgt für
Gesprächsstoff. Die neue Ohrenlänge beim Chinchilla
von 12 bis 12,7 cm gegenüber der jetzigen Ohrenlänge
von 11,9 bis 12,9 cm findet keinen Anklang bei den
Chinchilla-Züchtern. Ebensowenig sind die Rexzüchter
von der neuen Ohrenlänge von 13,2 - 13,9 cm begeistert.
An der diesjährigen Klubschau wird die Tierbörse in
Eigenregie des ZV mit einer dreijährigen Versuchsphase
durchgeführt. Eingeliefert wurden zwei Chinchilla und drei
Castorrex. Wie heisst es so schön: 'Aller Anfang ist schwer'. |
| 2003 |
Michael Fankhauser tritt nach 10-jähriger
Vorstandstätigkeit aus dem Zentralvorstand zurück und
wird neu zum Ehrenmitglied ernannt. An seine Stelle wird Fritz Marxer,
Obmann der Gruppe St. Galler-Oberland / Graubünden
gewählt. |
| 2004 |
Da in den einzelnen Gruppen der Mitgliederbestand
kontinuierlich abnimmt, beschliessen die Gruppen Winterthur,
Zürich-See, Zürich Land und Zürcher Chin-
und Rexzüchterverein Anfang Jahr den Zusammenschluss ihrer
Gruppen zu einer Gruppe mit dem Namen: Chin.- und Rexkaninchen
Züchter-Verein Zürich.
Die Klubschau wird erstmals im Fürstentum Liechtenstein von der
Gruppe SG-Oberland/Graubünden durchgeführt. |
| 2005 |
Heinz Fröhlich amtiert seit 10 Jahren
als Präsident. Da sich niemand vom ZV für dieses Amt
zur Verfügung
stellt, wird H. Fröhlich für ein weiteres Jahr als
Präsident gewählt.
Rolf
Ackle von der Gruppe Froburg ist als Nachfolger von Heinz F.
vorgesehen. Damit er einen Einblick in die Vorstandstätigkeit
bekommt,
wird er als sechstes Mitglied in den ZV gewählt.
Die Gruppe Tessin wird mangels Mitglieder per Ende Jahr
aufgelöst.
Die noch aktiven Mitglieder wechseln zur Gruppe St. Galler-Oberland /
Graubünden. |
| 2006 |
Rolf Ackle wird
von den Delegierten zum neuen Präsident gewählt.
Für
seine Verdienste im Klub (10 Jahre Aktuar und 11 Jahre
Präsident)
wird Heinz Fröhlich zum Ehrenpräsidenten ernannt. |
| 2007 |
Die Kleinrexe
sind im Vormarsch. Bereits an den Klubschauen von 2005 und 2006 sind
Kleinrexe als Schautiere zu bewundern. An der
Delegiertenversammlung in Hornussen ist ein Antrag der IG Kleinrex angenommen
worden, die Kleinrexkaninchen analog den Rexkaninchen in den
Chin- und Rexklub zu integrieren. |
| 2008 |
Ruedi Goldschmid von der Gruppe Zücher Chin- und Rexzüchterverein übernimmt neu das Ressort Ausstellungswesen
und wird Nachfolger von Walter Küng, der nach 10-jähriger Vorstandstätigkeit zum Ehrenmitglied ernannt wird. |
| 2009 |
Die Gruppe Schaffhausen, eine der ältesten Gruppen des Chin- und Rexklub löst sich nach 85-jährigem Bestehen auf.
Die Mitgliederzahl des Klubs ist rückläufig und steht Ende 2009 bei 521. |
| 2010 |
In der Schweiz wurden die Kleinrex im Sommer 2010 anerkannt. Vorerst provisorisch für zwei Jahre
in den Farbenschlägen Blau, Castor, Chinchilla, Dalmatiner, Gold und Schwarz. |
| 2011 |
An der Delegiertenversammlung wurde beschlossen, den Namen des Klubs in Chinchilla- und Rexkaninchen Schweiz zu ändern.
Für die nach 10-jähriger Vorstandstätigkeit zurückgetretenen und zu Ehrenmitgliedern ernannten Esther Erne und Klaus Blättler wurden
Heimo Vogt, Aktuar und Walter Egloff, Kasse in den Zentralvorstand gewählt.
Solange die Kleinrex im Aufnahmeverfahren sind, wird Peter Messerli als Vertreter der Kleinrex im Zentralvorstand Einsitz nehmen. |