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Geschichte von Chinchilla- und Rexkaninchen Schweiz

1913 In diesem Jahr soll es dem Ingenieur Dykowsky gelungen sein, die Fellfarbe der südamerikanischen Wollmaus, dem Chinchilla, beim Kaninchen zu imitieren. Es lässt sich heute nicht mehr mit Sicherheit feststellen, aus welchen Rassen dieses Kaninchen entstanden ist. Aus Tschans "Kaninchenzucht in der Schweiz" ist jedoch zu entnehmen, dass das Wildkaninchen, Champ.Silber und wahrscheinlich auch Loh, Blau oder Weisswiener mitgewirkt haben.
1920 In die Schweiz kam das Chinchilla-Kaninchen ca. 1920. Die ersten Importeure sollen Richard Bonner Bern und Bürgin Basel getätigt haben. Bald fand diese Rasse viele Liebhaber, die sich auch mit der Weiterzucht befassten.
Um abzuklären ob ein Bedürfnis zur Gründung eines Klubs vorhanden ist, versandte Fritz Müller-Hähni aus Arbon einen Brief an interessierte Züchter. Bald fanden sich einige Züchter zusammen um eine "Vereinigung der Schweizerischen Chinchilla-Züchter" zu gründen. Im ersten Dokument ist folgendes zu entnehmen: Samstag, 21. Januar 1920 um 10.00 Uhr im Restaurant Du Nord in Zürich. Die Vorarbeiten von Fritz Müller werden gutgeheissen und bestens verdankt. Die Gründungsversammlung fand am Nachmittag des 21. Januar 1920 statt. Kollege Müller eröffnet Punkt 14.00 Uhr die Versammlung und gibt den Anwesenden 5 Mann Auskunft über die gemachten Vorarbeiten und gibt die bereits angemeldeten 19 Mitglieder bekannt. Alle nicht anwesenden Mitglieder haben sich schriftlich entschuldigt. 1. Als Tagespräsident wurde einstimmig Müller Fritz Arbon, und zum Tagesaktuar Hutzli A. Seuzach gewählt. 2. Kollege Bonner Bern, der sich bereis einen Namen mit der Chinchillazucht gemacht hat, erfreute uns mit einem ausführlichen Vortrag über die Entstehung, Name, Zuchtrichtung und Fellwert des Chinchillakaninchens. 3. Nach Anhörung des lehrreichen Vortrages wurde einstimmig beschlossen, zur Gründung des Klubs zu schreiten. Der Vorstand wurde einstimmig gewählt. Präsident wurde R. Bonner Bern. Es wurde einstimmig beschlossen in die SOG einzutreten und die Tierwelt für Aktivmitglieder als obligatorisches Vereinsorgan zu erklären. Mitgliederbeitrag Fr. 5.-- Die Preisrichtervereinigung musste sich nun mit dieser Rasse befassen.
1922 Ein Chinchilla-Rammler soll damals in Offenburg für 10'000 Mark gekauft worden sein, an der Rammlerschau 1922 in Zürich ausgestellt und dort gestohlen worden sein. Im gleichen Jahr sollen aber noch weitere Importe getätigt worden sein, so dass sich die neue Rasse recht schnell verbreitete.
1923 In der Tierwelt von 1923 ist über die Rammlerschau im Februar in Lichtensteig zu lesen: "Diese Neuzüchtung erfreut sich stets wachsender Nachfrage. Wer sollte aber auch nicht Freude daran haben, besonders da ja jetzt ein Klub gegründet ist, um derRasse die nötige Verbreitung zu sichern". Die ausgestellten Rammler hatten bis auf ein Tier zu grosse Ohren. Auch die Körperform, besonders im hinteren Teil, musste noch verbessert werden, dies alles im Verein mit einem prickelnden Fell.
1924 Mitgliederbestand 31 Züchter Uneinigkeit herrscht nach wie vor, welche Zuchtrichtung eingeschalgen werden soll. Wollte man einen Gross- oder Kleinchinchilla? Einig wurde man sich über die Preise von Tieren und Fellen. Rohfell Fr. 4.-- bis 6.-- Jungtiere 10 - 12 Wochen alt Fr. 10.-- bis 12.-- Zuchtfähige Tiere Fr. 20.-- bis 30.-- Rammler wurden durch den Klub subventioniert. Insgesamt erhielten 7 Züchter je Fr. 10.-- für ihre Rammler, die aber zum decken zur Verfügung stehen mussten.
1926 R. Bonner und F. Müller wechselten ihre Vorstandsämter. Neuer Präsident also Fritz Müller-Hähni Arbon.
1927 Schon bald nach dem Chinchilla-Rummel brach in ganz Europa der noch viel grössere Rex-Rummel aus. Die gleichen Leute bemühten sich jetzt auch um den Castor-Rex. In der GV 1927 wurde beantragt, der Name des Schweiz. Chinchilla-Kaninchen-Züchterklub sei in "Schweiz. Chinchilla- und Castorrexklub" abzuändern. Import eines Zuchtpaares Fr. 300.-- R. Bonner erstand sich einen zuchtfähigen Rammler für Fr. 380.-- Preise für Tierkauf: Jungtiere 2,5 Monate alt Fr. 25.-- bis 30.-- Jungtiere 5 Monate alt Fr..50.-- bis 70.-- Prämierfähige Tiere Fr. 100.--
1928 Die Mitgliederzahl steigt auf 189. Die Gruppen Basel und Ostschweiz wurden gegründet.
1929 Am 13. Januar fand die erste Klubschau in Biel statt. Nicht ganz 500 Tiere wurden ausgestellt. Vermutlich war das zu hohe Standgeld von Fr. 2.-- pro Tier schuld. 13 Züchter erhielten einen Becher als Ehrenpreis und der Züchter mit dem besten Tier eine goldene Damenarmbanduhr. Der Vorstand erhält eine Entschädigung von fr. 100.-- Deckpreise für Klubmitglieder: Chinchilla Fr. 1.-- Castorrex Fr. 2.50 R. Bonner und A. Hutzli werden zu Ehrenmitgliedern ernannt. R. Bonner zum Ehrenpräsidenten.
1930 Eine Tiervermittlung wird eingerichtet, die sich auch mit dem Export befasst. Der Handel mit dem Ausland florierte. z.B. wurden 1.1 Weiss-Rex für Fr. 580.-- und 1.1 Chin-Rex für Fr. 580.-- nach Holland verkauft. Die Gruppen Zürich und Umgebung, Berner Oberland und Biel wurden gegründet.
1931 Differenzen im Klub - Kantönligeist !!! In der Leitung des Klubs hat ein Wechsel stattgefunden. Es gibt verschiedentlich Differenzen unter den Mitgliedern, vor allem mit den Berner Kollegen. Die Gruppe Berner Oberland und Biel-Seeland verlangen eine ausserordentliche Generalversammlung um Klarheit zu schaffen. Die erforderliche Zweidrittels-Mehrheit konnte nicht aufgebracht werden. Der Gruppe Biel-Seeland werden die Subventionen vorenthalten, was zu ersten Streitigkeiten führt.
1932 In diesem Jahr erreichten die internen Streitigkeiten, vor allem zwischen Bernern und Zürchern, ihren vorläufigen Höhepunkt. Die GV beschliesst, den Vorstand inskünftig zentral zu verlegen. Das heisst, dass alle Vorstandsmitglieder der gleichen Gruppe angehören sollten. Der Antrag stammt von der Gruppe Zürich, mit der fadenscheinigen Begründung, es könnten so Reisespesen gespart werden. In Tat und Wahrheit ging es aber darum, die Berner aus dem Vorstand zu bringen. Der Vorstand der Gruppe Zürich hatte nämlich alle seine Mitglieder aufgeboten an der GV zu erscheinen, um ein überwältigendes Stimmenmehr aufzubringen. Die Taktik dabei war dass, wenn sowohl der Präsident als auch der Aktuar den Rücktritt erklären würden, auch die Berner ihren Rücktritt anbieten müssten. Die Berner quittierten diesen Rauswurf mit dem Austritt aus dem Klub und gründeten einen Kantonalen Bernischen Chin- und Rexklub, gebildet aus den Gruppen Berner Oberland und Biel-Seeland, sowie den Einzelmitgliedern. Dafür erhielt der Klub Zuwachs durch die neu gegründeten Gruppen Luzern, Schaffhausen, Aargau und Oberaargau. Der Vorstand wurde nach der Genehmigung des Zürcher-Antrages von der Gruppe Basel gestellt.
1934 Da der Präsident anderweitig sehr stark beschäftigt ist, kann er sein Amt nicht mehr länger innehaben. Neuwahlen werden nötig. Die Zentralisierung des Vorstandes wurde wieder aufgehoben.
1935 Offenbar hält der Vorstand nicht, was er versprochen hat. So konnten die verschiedenen Reglemente und Statuten nicht besprochen werden, weil der Aktuar verspätet zur Versammlung stiess. Auch wurde die flaue Klubtätigkeit gerügt. Man will etwas unternehmen um den langsamen, sicheren Zerfall des Klubs aufzuhalten.
1936 Neuer Präsident E. Trüeb, dem auch gleich die Aufgabe übertragen wurde, den Kantonal Bernischen Chin- und Rexklub wieder dem Hauptklub anzugliedern. Dies war ein unglücklicher Auftrag, war doch Trüeb der Hauptgrund, dass sich die Berner seinerzeit vom Klub getrennt hatten.
1937 Dies ist eines der unrühmlichsten Jahre in der Geschichte unseres Klubs. Passivität des Vorstandes wird gerügt. Der frühere Präsident Diggelmann wird aus dem Klub ausgeschlossen, weil er verschiedene Prämien zurückbehalten und nicht ausbezahlt hat. Der Kassier fehlt an fast sämtlichen Vorstandssitzungen unentschuldigt und es wird festgestellt, dass er Geld unterschlagen hat. Aus dem Klub und der Gruppe wird Hans Metzger, der spätere Präsident des Klubs, ausgeschlossen, weil er sich den Vorstandsbeschlüssen nicht unterordnen wollte.
1938 Der ausgeschlossene Hans Metzger hat in Zürich eine neue Gruppe gegründet, so dass allein 14 Mitglieder aus der Gruppe Zürich und Umgebung aus dem Hauptklub ausgetreten sind. Die innere Zerrissenheit der Gruppe Zürich und Umgebung scheint auf den Hauptklub überzugreifen. Deshalb wird der Antrag gestellt, dass ein Gruppenobmann nicht gleichzeitig Präsident des Hauptklubs sein dürfe.
1940 Die Kriegs- und Krisenjahre machen sich bemerkbar. Mitgliederschwund, keine grossen Leistungen des Vorstands. Dem Präsidenten wird vorgeworfen, anlässlich der Klubschau einen Preisrichter bestochen zu haben und es wird der Sache nachgegangen. Es war allerhöchste Zeit, dass es einen Vorstandswechsel gab.
1941 Längst fälliger Vorstandswechsel. An der Spitze des Klubs der Basler Gustav Müller. Der Mitgliederbestand ist auf 107 gefallen. DerVorstand ist fest entschlossen, den Klub in eine andere, bessere Richtung zu lenken. Der Vorstand legt dem ehemaligen Präsidenten Trüeb nahe, freiwillig aus dem Klub auszutreten, da er sonst ausgeschlosssen werden müsse. Bei Trüebs Austritt würden ca. 60 ehemalige Mitglieder wieder in den Klub eintreten.
1942 - 1947 Der Klub scheint sich zu erholen. Der Mitgliederschwund kann aufgehalten werden. Allein dass es gelungen ist, den abtrünnigen Zürcher Rex-Züchterverein in den Klub zu integrieren, ergab 43 neue Mitglieder. Mitgliederzahl 1944 = 352 Mitglieder 1946 = 419 Mitglieder.
1948 Der Antrag, die Klubschau nur noch alle zwei Jahre durchzuführen, findet kein Gehör. (Gottlob!)
1953 Standardgespräche und Streitigkeiten scheinen festen Bestandteil jeder Sitzung zu werden. Der Weissrex mit braunen Augen findet keine Aufnahme im Standard. Der ganze Zentralvorstand gibt bekannt, dass er 1954 ersetzt werden möchte. Wegen Myxomatose kann die Klubschau nicht stattfinden.
1961 Der Vorschlag, bei der nächsten Standardrevision habe die Ohrenlänge beim Rex 12 - 13,5 cm als ideal zu gelten, wird mit Kopfschütteln aufgenommen - von einem Extrem ins andere. Auch in Bern tut sich etwas. Einige Züchter haben sich vom Berner Klub losgesagt und wollen eine Gruppe Bern gründen, welche dann ebenfalls dem Klub beitreten möchte.
1964 Der Klub hat 530 Mitglieder.
1965 Preisrichterpräsident Walter Schärer empfiehlt den Mauve-Rex aus dem Standard zu streichen. Glücklicherweise wehrte man sich dagegen. Einige Mitglieder möchten eher den Japanrex streichen. Auch dies ist, wie wir wissen, gottlob nicht geschehen.
1966 Die Klubschau Wyler bei Utzenstorf musste wegen der Maul- und Klauenseuche ausfallen.
1968 Der Vorstand besucht mit einigen Züchtern eine grosse Rexschau in Hannover. Es seien viele Farbenschläge ausgestellt gewesen, doch seien diese qualitativ noch weit von unseren Tieren entfernt.
1969 Der Präsident der Gruppe Winterthur soll sich gegen die Kaninchenzucht vergangen haben, indem er die Tiere tagelang nicht gefüttert und die verendeten Tiere einfach auf die Wiese geworfen habe mit dem Ausspruch: Katzen sollen sie fressen. Der fehlbare Präsident der Gruppe Winterthur wird aus dem Klub ausgeschlossen.
1970 Die Fusion zwischen dem Kantonal Bernischen Chin- und Rexklub wird aktuell. Die Gruppen Emmental, Bern und Oberland treten dem Schweiz. Chin- und Rexklub bei.
1973 Theo Wittwer wird zum neuen Zentralpräsidenten gewählt.
1976 Mitgliederbestand 756. Mit Ursula Betschart ist erstmals eine Gruppenobfrau gewählt worden. (Gruppe Winterthur) An der Klubschau werden für die ersten Ränge Zinnbecher abgegeben (Antrag des Zentralvorstandes).
1979 Die 20. Gruppe unter dem Namen St.Galler-Oberland-Graubünden ist gegründet worden.
1982 Mitgliederbestand 856.
1984 Antrag an Fachtechnische Kommission: Neuanpassung Ohrenlänge beim Rex als ideal etwa 13,5 cm. Tiere bis und mit 13,7 cm werden als vorzüglich taxiert. Diese Instruktionen gehen an alle Preisrichter und gelten ab kommender Ausstellungs-Saison 1984/1985. Antrag 3: Mauve-Rex in Bezug auf Neuumschreibung der Unterfarbe wird zugestimmt. Antrag 4: Der Neuaufnahme des Goldrex wird zugestimmt, gemäss den Bestimmungen für neue Rassen und Farbenschläge des SKV-Reglementes. Dabei ist die vorgeschriebene 5-jährige Versuchszeit einzuhalten. Der Goldrex erstmals an Repetitionskursen der Preisrichter in Dürrenroth, 22. September 1984. Präsident Wittwer Theo, Vice Reich Max, Kassier Loosli Walter haben den Rücktritt auf die DV eingereicht. Im Jahresbericht umschreibt Theo seine Präsidialzeit und Aktivitäten der letzten Jahre: 1. Spezialzüchterklub mit über 800 Mitgliedern. 2. Klubschau mit über 1300 Tieren, 1973 = 960 Tiere. 3. Hebung der Züchtertagung an der Klubschau mit Rassenbesprechung. Teilnehmer = über 200. 4. Förderung der einzelnen Farbenschläge durch gezielte Massnahmen. Jeder Farbenschlag konkurriert für sich. 5. Auszeichnung der Farbenschlagsieger. 6. Abgabe von ca. 60 Becher an die ersten Ränge in allen Farbenschlägen. 7. Gründung der 20. Gruppe im Gebiet St.Galler-Oberland-Graubünden. 8. Jährliche Obmännerkonferenz im Februar.
1985 Neuer Präsident Gion-Pitschen Gross, DV in Stansstad. H. Fröhlich wird in den ZV gewählt. Theo Wittwer wird für seine 10-Jährige Amtszeit zum Ehrenpräsidenten gewählt.
1987 Antrag Chinchilla bezüglich Typ und Zuchtziel: Typ einer kleinen Mittelrasse mit guter Haltung, elegant, kräftig, mit gedrungenem Körperbau. Züchtertagung 2-tägig am 12./13. September 1987 ins Wallis nach Saas Allmagell. Für uns alle unvergesslich. Höhepunkt am Samstag Abend das Fondue mit 180 Personen. Die Geselligkeit pflegten wir bis dem Wirt der Weisswein ausging, so mussten wir wohl oder übel auf Bier umstellen.
1988 Die X-Krankheit bricht aus. Grosse Verunsicherung der Züchter, da das Eidg. Amt für Veterinärwesen mitten in der Ausstellungs-Saison nicht oder nur vage informiert. Grosse Angst und Unsicherheit, die die Kaninchenzüchter fast in zwei Lager spaltete. Ausstellen ja oder nein? Neue Statuten und Ausstellungsreglemente wurden gedruckt. Antrag auf vollständige farbige Bebilderung des Standard 90. SKV-Vorstand will lediglich eine Farbtafel. Eine volle Bebilderung würde im Standard 6 1/3 Seiten mehr fordern.
1989 Richtlinien zur Ernennung von Ehrenmitgliedern. Der Antrag auf farbige Bebilderung des Standard 90 wurde an der SKV DV in Solothurn angenommen. Alle Farbenschläge bebildert. Anträge Ohrenlänge, Umschreibung Mauve Farbe, Chinchilla Typ, wurden voll und ganz berücksichtigt für den Standard 90. An der Obmännerkonferenz in Aarau am 4. Februar 1989 spricht Gion Gross die grosse Verunsicherung in Züchterkreisen wegen der X-Krankheit an. Die Medien sprachen von einer Seuche, die in der Schweiz bislang in keiner Art aufgetreten ist. Das Eidg. Veterinäramt Bern ist bis anhin nicht in der Lage, die Krankheitserscheinungen, die in einzelnen Fällen aufgetreten sind, zu analysieren, d.h. Aufschluss zu geben. Der Mut für das Risiko hat den einzelnen Veranstaltern Rechnung getragen. Der Zentralvorstand empfiehlt den Züchtern, dass sie weiterhin die Ausstellungen mit ihren Tieren beschicken sollen. Gion Gross schreibt dem Schweizer Fernsehen, wurde doch am 8.2.89 in der Sendung "Menschen, Technik, Wissenschaft" über die X-Krankheit informiert. "Mit grossem Interesse habe ich, wie sicher einige tausend Kaninchenzüchter, ihre Sendung gesehen. Mit noch grösserem Erstaunen und Enttäuschung musste ich auch feststellen, dass es gelungen ist, die Kaninchenzüchter zu erniedrigen und ihnen den Schwarzen Peter unterzuschieben. Derart tendenziöse und nur mangel-und lückenhaft recherchierte Sendungen dürften überhaupt nicht ausgestrahlt werden".
1990 Erfolg: Goldrex wurde in den Standard aufgenommen als zwölfter Farbenschlag. Ursula Betschart hat sich während nicht weniger als 14 Jahren um diesen Farbenschlag gekümmert und in Olten den verdienten Lohn erhalten. Mitte Mai Standard gedruckt. Die grosse Anerkennung, die dieses Werk im In- und Ausland erhielt, bestätigte den Antrag des Chin- und Rexklub, alle Farbenschläge abzubilden. Unser Klub darf für sich in Anspruch nehmen, die treibende Kraft hiefür gewesen zu sein.
1991 G. Gross spricht im Jahresrückblick von Imageproblemen und Akzeptanz der Kleintierzüchter bei der Bevölkerung und Behörde. Mit kleinkarriertem Auftreten können wir diesen Kampf höchstens bestätigen. Neue Ehrenmitglieder: Franz Willi und Kohlbacher Willi so wie Paul Beutler. In den ZV werden gewählt: Georg Pletscher und David Duvoisin als Kassier. Für Klubausstellungen neues Computerprogramm, das seinesgleichen sucht. Liefert praktisch fehlerlos und in kürzester Zeit eine Rangliste. Hans Wiederkehr ist unser Fachmann.
1992 Kleinplakat (A3) mit Informationen über Chinchilla und Rexkaninchen, worauf alle Rassen- und Farbenschläge farbig abgebildet sind, als Werbeträger. Bitte an den SRKV um die Standardlithos um Kosten zu sparen. Jede Gruppe zahlt Fr. 150.-- als einmaligen Werbebeitrag.
1993 An der DV Meilen wurde M. Fankhauser in den ZV gewählt anstelle von Heinz Hofstetter. Heinz Hofstetter wurde zum Ehrenmitglied ernannt. Höhepunkt: die zweitägige Züchtertagung ins Tessin. Unvergesslich das Risottoessen und die Tessinermusik. Ein Mann der Musik kam direkt aus dem Spital zum Spielen her und musste am späteren Abend wieder dorthin einrücken. Der Merlot war ausgezeichnet und es gab einige Brummschädel am Sonntagmorgen auf dem Schiff zu den Brissagoinseln.
1994 Die Klubschau in Zofingen wurde wegen der RHD (VHK) abgesagt. Die Krankheit wütet in verschiedenen Landesteilen. Es werden im Kanton Bern und Freiburg Sperrgebiete errichtet. Der Kanton Bern weist Sperrgebiete zurück. Impfempfehlungen werden ins Auge gefasst. Im Raume Zofingen sind auch RHD-Fälle bekannt geworden. Zum Impfen wäre die Zeit zu kurz gewesen, darum musste die Klubschau schweren Herzens abgesagt werden. Gegen das Impfen ist eine grosse Opposition, doch werden wir kaum um das Obligatorium herumkommen. Letztmals musste 1965 auf die Klubschau verzichtet werden. Es wütete die Maul- und Klauenseuche. Wegen Myxomatose musste übrigens 1953 ebenfalls eine Klubschau abgesagt werden. Die Gruppe Froburg hatte alles tip top vorbereitet und musste nun auf den Lohn der Arbeit verzichten. Letzter Jahresbericht von Gion Gross. In seiner Zeit wurde der Geschäftsbericht für die DV kreiert und von Werner Iseli gratis gedruckt. Herausgabe des Chin- und Rexzüchters, das Farbenposter mit allen Farbenschlägen, Goldrex in den Standard aufgenommen. Auf Antrag des Chin- und Rexklubs wurde der Standard 90 mit allen Farbenschlägen herausgegeben. Heinz Fröhlich wird Präsident.
1995 Das Impfen wird obligatorisch. Mit der Anmeldung der Kaninchen verpflichtet sich jeder Züchter, dass er seine Tiere geimpft hat. Im Jahr 1994 sind ca. 75 Fälle mit 1500 Tieren bekannt geworden. Eine grosse Dunkelziffer, namentlich bei den Kaninchenmästern, wird vermutet. Gion Gross wird in den SOG-Vorstand gewählt. Pflichtenheft des Chin- und Rexklubvorstandes wird erstellt. Vertrag und Pflichtenheft mit dem Computerfachmann Hans Wiederkehr wird gemacht. Er ist auch verantwortlich für Ersatz falls es ihm einmal nicht möglich ist, an der Ausstellung mitzuarbeiten.
1996 Unter Präsident Michael Fankhauser führt die Gruppe Emmental erstmals eine Schweiz. Chin- und Rexklubschau in Worb durch, am 28. - 30. 12.96. zusammen mit dem OV Worb. Gion Gross wird SGK-Präsident. Unser Auftrag betreffend gemischte Kollektionen hat unverständlicherweise durch ein Votum von Hans Lienemann keinen Erfolg bei der SRKV-DV in Willisau. Aber die Bestimmung, nur 4 Tiere vom gleichen Farbenschlag in gemischten Kollektionen ist für unseren Klub gültig. (Klubschau) Auch unsere Initiative betreffend der finanziellen Unterstützung der Klubs findet Gehör. Wir werden an den SRKV verwiesen. Die Statuten werden neu revidiert.
1997 Unter Präsident Klaus Hinni führt auch die Gruppe Bern erstmals eine Klubschau durch auf der Rütti in Zollikofen. 1998 Da unser Sekretär Kurt Aeschbach die Richtertätigkeit vorzieht und an unseren Sitzungen, die ja über ein halbes Jahr zum voraus bekannt sind, meistens abwesend ist, verlangen wir eine Entscheidung, Klub oder Richten. So wird an der DV Walter Küng aus der Gruppe Bern gewählt. Michael Fankhauser hat sich für ihn stark gemacht. Zwei Berner im Klubvorstand und kein Zürcher - kann das verkraftet werden? Klubschau in Sargans, zugleich 75 Jahre Schweiz. Chin- und Rexklub. Es gibt einen Jubiläumspreis, ein Käsemesser. Wir benötigen ca. 300 Stück zu Fr. 33.--. Die Finanzierung bereitet einiges Kopfzerbrechen. Für die 60 Becher und die Käsemesser ist eine Summe von Fr. 11'800.-- gesprochen. 75 Jahre Chin- und Rexklub Jubiläumsschau in Sargans. Die Jubiläumspreise können wir finanzieren vom Förderfonds, den die Klubs nun erhalten. H. Fröhlich hat sich stark gemacht, dass auch Klubs finanziell unterstützt werden.
1998 75-jähriges Jubiläum, die Klubschau wird erstmals von der jüngsten Gruppe SG-Oberland/Graubünden in Sargans durchgeführt.
1999 Um sich dem Europa-Standard anzunähern, stellt Gion P. Gross den Antrag, bei der nächsten Standard-Revision beim Dalmatinerrex den Zusatz 'aufgelöste Ohrenzeichnung ist erwünscht' anzufügen. Dieser Antrag findet bei unseren Züchtern keinen Anklang.
Neu wird jährlich ein Jung- und Neuzüchtertreff mit rassenbezogenen Vorträgen durchgeführt. Der erste Treff organisiert die Gruppe Thurgau .
Da an der Klubschau schon in den Jahren 1993, 1995 und 1998 gemischte Stämme ausgestellt wurden, und bei uns im Klub gemischte Kollektionen zugelassen sind, wird beschlossen dass auch gemischte Stämme ausgestellt werden können.
Der Mitgliederbestand per Ende 1999 beträgt 756 Mitglieder inkl. 33 Jungzüchter.
2000 Der Antrag vom ZV, an die CH-Klubschau eine Tierbörse anzuschliessen mit dem Ziel, interessierten Käufern gute, bewertete Tiere abgeben zu können, wurde mit 32 Ja, 33 Nein und 17 Enthaltungen knapp verworfen.
Gion P. Gross wird neu Generalsekretär im Europaverband.
Heinz Fröhlich tritt die Nachfolge von H. Niederer in der Rekurskommission an.
Der Versuch mit den Kunststoff-Ohrmarken ist fehlgeschlagen, da ausser der guten Lesbarkeit keine Vorteile festgestellt werden konnten.
2001 Von der Gruppe Thurgau wird der Antrag gestellt, dass an der Klubschau die Gruppenkonkurrenz neu nach Richtpunktwerten entschieden wird. Begründung: Schwer zu züchtende Farbenschläge könnten besser berücksichtigt werden. Damit wäre an CH-Klubschauen die Chancengleichheit gewährleistet. Der ZV empfiehlt die Ablehnung dieses Antrages mit der Begründung, dass ein paar wenige Gruppen mit schwer zu züchtenden Farbenschlägen im Vorteil wären. Der grössere Teil mit vorwiegend Tieren von höheren Richtpunktwerten wären dagegen im Nachteil. Der Antrag wird mit 39 Ja, 18 Nein und 25 Enthaltungen angenommen.
Nach 10-Jähriger Vorstandstätigkeit treten Georg Pletscher, Sekretär und David Duvoisin, Kassier in den wohlverdienten Ruhestand. Als Dank für ihre für den Klub geleistete Arbeit werden die beiden zu Ehrenmitgliedern ernannt. Neu werden Esther Erne, Gruppenobfrau der Gruppe Schaffhausen als Sekretär und Klaus Blättler, Gruppenobmann der Gruppe Thurgau als Kassier in den ZV gewählt. Somit ist zum ersten Mal eine Frau im ZV tätig. Michael Fankhauser übernimmt das Amt des Vizepräsidenten, das G. Pletscher vorher ausgeübt hatte.
Die Mitgliederzahl stagniert bei 741 Mitgliedern.
2002 Die Standard-Revision sorgt für Gesprächsstoff. Die neue Ohrenlänge beim Chinchilla von 12 bis 12,7 cm gegenüber der jetzigen Ohrenlänge von 11,9 bis 12,9 cm findet keinen Anklang bei den Chinchilla-Züchtern. Ebensowenig sind die Rexzüchter von der neuen Ohrenlänge von 13,2 - 13,9 cm begeistert.
An der diesjährigen Klubschau wird die Tierbörse in Eigenregie des ZV mit einer dreijährigen Versuchsphase durchgeführt. Eingeliefert wurden zwei Chinchilla und drei Castorrex. Wie heisst es so schön: 'Aller Anfang ist schwer'.
2003 Michael Fankhauser tritt nach 10-jähriger Vorstandstätigkeit aus dem Zentralvorstand zurück und wird neu zum Ehrenmitglied ernannt. An seine Stelle wird Fritz Marxer, Obmann der Gruppe St. Galler-Oberland / Graubünden gewählt.
2004 Da in den einzelnen Gruppen der Mitgliederbestand kontinuierlich abnimmt, beschliessen die Gruppen Winterthur, Zürich-See, Zürich Land und Zürcher Chin- und Rexzüchterverein Anfang Jahr den Zusammenschluss ihrer Gruppen zu einer Gruppe mit dem Namen: Chin.- und Rexkaninchen Züchter-Verein Zürich.
Die Klubschau wird erstmals im Fürstentum Liechtenstein von der Gruppe SG-Oberland/Graubünden durchgeführt.
2005 Heinz Fröhlich amtiert seit 10 Jahren als Präsident. Da sich niemand vom ZV für dieses Amt zur Verfügung stellt, wird H. Fröhlich für ein weiteres Jahr als Präsident gewählt.
Rolf Ackle von der Gruppe Froburg ist als Nachfolger von Heinz F. vorgesehen. Damit er einen Einblick in die Vorstandstätigkeit bekommt, wird er als sechstes Mitglied in den ZV gewählt.
Die Gruppe Tessin wird mangels Mitglieder per Ende Jahr aufgelöst. Die noch aktiven Mitglieder wechseln zur Gruppe St. Galler-Oberland / Graubünden.
2006 Rolf Ackle wird von den Delegierten zum neuen Präsident gewählt. Für seine Verdienste im Klub (10 Jahre Aktuar und 11 Jahre Präsident) wird Heinz Fröhlich zum Ehrenpräsidenten ernannt.
2007 Die Kleinrexe sind im Vormarsch. Bereits an den Klubschauen von 2005 und 2006 sind Kleinrexe als Schautiere zu bewundern. An der Delegiertenversammlung in Hornussen ist ein Antrag der IG Kleinrex angenommen worden, die Kleinrexkaninchen analog den Rexkaninchen in den Chin- und Rexklub zu integrieren.
2008 Ruedi Goldschmid von der Gruppe Zücher Chin- und Rexzüchterverein übernimmt neu das Ressort Ausstellungswesen und wird Nachfolger von Walter Küng, der nach 10-jähriger Vorstandstätigkeit zum Ehrenmitglied ernannt wird.
2009 Die Gruppe Schaffhausen, eine der ältesten Gruppen des Chin- und Rexklub löst sich nach 85-jährigem Bestehen auf.
Die Mitgliederzahl des Klubs ist rückläufig und steht Ende 2009 bei 521.
2010 In der Schweiz wurden die Kleinrex im Sommer 2010 anerkannt. Vorerst provisorisch für zwei Jahre in den Farbenschlägen Blau, Castor, Chinchilla, Dalmatiner, Gold und Schwarz.
2011 An der Delegiertenversammlung wurde beschlossen, den Namen des Klubs in Chinchilla- und Rexkaninchen Schweiz zu ändern. Für die nach 10-jähriger Vorstandstätigkeit zurückgetretenen und zu Ehrenmitgliedern ernannten Esther Erne und Klaus Blättler wurden Heimo Vogt, Aktuar und Walter Egloff, Kasse in den Zentralvorstand gewählt. Solange die Kleinrex im Aufnahmeverfahren sind, wird Peter Messerli als Vertreter der Kleinrex im Zentralvorstand Einsitz nehmen.


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Letzte Aenderungen: 06.10.2011 / Design: perdesign
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